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Chortour nach Bamberg

vom 05. Oktober 2007 bis zum 07. Oktober 2007







 

Bericht eines "Mitgereisten"



Am Freitag, dem 5. Oktober, morgens um 7 Uhr startete der Bus mit über 50 gut gelaunten Personen besetzt von St. Antonius aus gen Bamberg. Allmählich löste die Sonne die Morgennebel auf und wir konnten herrliche Ausblicke auf einige Mittelgebirge, Würzburg und den Main genießen.

Nach der Ankunft in Bamberg und dem Bezug der Zimmer im zentral gelegenen Hotel "Alte Post" blieb ein wenig Zeit, um zu Fuß die seit 1993 als "Weltkulturerbe" anerkannte Altstadt zu erkunden. Bamberg, auf sieben Hügeln gelegen wie Rom und von zahlreichen Gewässern durchzogen wie Venedig (Regnitzarme und Main-Donau-Kanal) präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein als mediterrane Stadt. An manchen Stellen erinnerte allerdings ein starker Malzgeruch daran, doch in der Hauptstadt des Bieres zu sein (10 Brauereien auf Stadtgebiet) und nicht in Italien.

Am späten Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus zur bekannten Wallfahrtskirche "Vierzehnheiligen", dem fränkischen Altötting. Herr Impekoven gab uns gekonnt ein paar Informationen zur Entstehungsgeschichte und zur Architektur der prachtvollen lichtdurchfluteten Kirche, bevor St. Antonius mit Chor und Pastor eine Vesper darin gestaltete.

Beim Abendessen danach im nahen Pilgergasthaus lernten wir zum ersten Mal die deftige fränkische Kost mit den schmalen Preisen und das einheimische Bier schätzen.

Zurück in Bamberg führte uns dann noch ein Nachtwächter durch die Altstadt und erzählte dabei ein paar Anekdoten über seinen "Beruf" und das mittelalterliche Leben in Bamberg.

Am nächsten Morgen nahmen wir frisch gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück in zwei Gruppen an einer Stadtführung teil. Unser Führer, ein in Bamberg hängengebliebener Kunstgeschichtler mit bloßen Füßen in Sandalen, lästerte zunächst, kaum dass er Herrn Pastor Haupt mit Priesterkragen gesehen hatte, kräftig über die katholische Kirche im allgemeinen und die mittelalterlichen Bamberger Bischöfe im besonderen, aber er erwies sich später als ein sehr amüsanter Führer, der nicht einfach auswendig gelernte kunstgeschichtliche Fakten daherleiert, sondern darüber hinaus auch ungewöhnliche Dinge erwähnt. Dabei verschwammen allerdings manchmal die Grenzen zwischen Dichtung und Wahrheit. Wahr und interessant ist beispielsweise, dass der Domberg mit Dom darauf sich im Mittelalter viel höher über die umgebende Stadt erhoben hat, die danach erst aufgeschüttet wurde, so dass etliche Häuser in der Altstadt nun drei Geschosse unterhalb des jetzigen Straßenniveaus haben. Gut erfunden ist hingegen die Legende vom Heiligen des Bieres Gambrinus, einem heidnischen friesischen König "Jan Primus", der einst in einer schwierigen militärischen Lage die Messe von einem Missionar mit Bier zelebrieren ließ, anschließend die Schlacht gewann und sich und seinen Stamm taufen ließ.

Am Samstagnachmittag machten wir auf der Regnitz eine Bootsfahrt vorbei an malerischen alten Fischerhäusern, genannt "Klein-Venedig", durch eine Schleuse auf den Main-Donau-Kanal bis zum Bamberger Hafen. Vom Winde durchweht freuten sich danach alle über das gemeinsame Abendessen in der "Wilden Rose".

Am Sonntagmorgen zelebrierte unser Pastor in der Pfarrkirche "Unserer lieben Frau" die Messe zum Erntedank, der Chor sang einige Lieder, Herr Impekoven spielte Orgel und der Rest trug entscheidend dazu bei, dass die Kirche mal wieder einigermaßen voll war. Für all das bedankte sich jedenfalls eine nette Frau aus der Pfarrgemeinde, die uns nach der Messe noch etwas über ihre sehr sehenswerte Kirche erzählte.

Auf dem Rückweg machten wir zum Mittagessen noch Station in Schloss Pommersfelden. Da einige mittlerweile Gewichtsprobleme hatten und um das mediterrane Flair von Bamberg nochmals zu unterstreichen, entschieden wir uns spontan, statt der fränkischen Küche in einem stickigen Keller lieber italienische Kost auf einer Sonnenterrasse zu genießen. Bier gab's auch hier.

Um 23 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten in Wuppertal an.

Zum Schluss möchte ich mich als "Mitgereister" herzlich bedanken: Bei den Organisatoren für ihre gute Planung, bei allen Mitfahrenden für Ihre freundliche Aufnahme und bei Petrus für das Wetter.

Klaus Bongartz


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am 08.02.2012


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